Interkulturelles: Wenn 3+3=1 ergibt

1+1 = 3

Wie das stimmen kann? Nicht mathematische, wohl aber interkulturelle Intelligenz hilft bei der Lösung – und davon hat Dr. Fritz Audebert eine Menge. Er ist Gründer der ICU Net AG, Europas führender Anbieter für interkulturelle Beratung mit 160 Mitarbeitern. Audebert weiß, dass es mehr passiert eine simple Addition, wenn Menschen aus verschiedenen Kulturen in Teams zusammenarbeiten.

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Der Fußball liefert ein Beispiel für den Synergieeffekt der interkulturellen Zusammenarbeit:. Als Deutschland 2006 gegen Argentinien spielte, war das deutsche Team kulturell viel diverser aufgestellt als das argentinische. In Zahlen ausgedrückt: Der deutsche Diversitätsfaktor betrug 3, der argentinische dagegen nur 0,1. Für den Unternehmer der Beweis: je gemischter ein Team ist, desto stärker ist es auch, vorausgesetzt man trainiert bzw. arbeitet richtig zusammen. Genau hier setzt die ICU Net AG an, bei der Stärkung der interkulturellen Zusammenarbeit, durch Schulungen und Software, die dabei helfen, die Kommunikation und das Verständniss zwischen den Kulturen zu verbessern. Das interkulturelle Geschäft läuft gut: 20 Auslandsniederlassungen plant die Firma in den kommenden Jahren zu eröffnen.

„Fragen Sie den Personaler beim Bewerbungsgespräch: Haben Sie schon einmal etwas von interkultureller Handlungskompetenz gehört?“ – Dr. Fritz Audebert

Der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens zeigt: Auf dem Markt kommt interkulturelle Kompetenz gut an. Man muss sie allerdings zu verkaufen wissen. Audeberts Tipp für das nächste Bewerbungsgespräch: Nicht nur eigene Leistungen aufzählen, sondern auch mal eine Gegenfrage stellen. „Fragen Sie doch einmal den Personaler ganz direkt: Wie geht es Ihnen denn mit Ihrem chinesischem Werk? Haben Sie schon einmal etwas von interkultureller Handlungskompetenz gehört? Auf diese Weise sichern Sie sich die Aufmerksamkeit des Personalreferenten initiieren einen Dialog.“ Audebert weiß aus der Praxis, was auch für Studenten auf Jobsuche gilt: „Es ist primär nicht wichtig was ich kann, sondern was der Andere kauft. Daher: Verkaufen Sie sich gut!“


Artikel zum ICU Net am 29.09.2016

Autorin: Bianca Schuster

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