5. November 2016

IRM unter der Lupe

Überblick und Hintergrund


Internationale Fachkompetenz und interkulturelle Handlungskompetenz ist eine Schlüsselqualifikation für den Beruf. Erfolgreich mit Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft zu kommunizieren und zu kooperieren, ist in international operierenden Unternehmen und Organisationen gefragt, wo multikulturelle Arbeitsgruppen und multinationale Projektteams die Regel bilden. Dies gilt vermehrt auch für kleine und mittelständische Unternehmen der exportorientierten deutschen Wirtschaft („Hidden Champions“).

Der grundständige Bachelor-Studiengang „International Relations and Management“ bietet einen berufsbefähigenden akademischen Abschluss in diesem interdisziplinären Feld. Er vermittelt Studierenden wissenschaftlich fundierte Kenntnisse und praktische Kompetenzen in den Bereichen:

  • Betriebs- und Volkswirtschaft
  • Politik- und Sozialwissenschaft
  • Rechtswissenschaft
  • Sprachkompetenz in 2 Fremdsprachen
  • Interkulturelle Handlungskompetenz und Schlüsselqualifikationen/ Soft Skills

Zielgruppe


Der Studiengang richtet sich an Studieninteressierte, die kreative Organisations-, Koordinations- und Kommunikationsaufgaben in international operierenden Unternehmen oder Organisationen übernehmen möchten oder einen weiterführenden Master-Abschluss anstreben.

Studienabbrecher entscheiden sich nach dem 1. oder 2. Semester zu wechseln. Häufigster Grund: Klarwerden über eigene Motivation und Berufsziele. Aufgrund des interdisziplinären Charakters des Studiengangs liegt dieser Grund auch besonders nahe: Einige entscheiden sich für ein reines BW-Studium, andere für ein reines Politik-Studium, wieder andere wählen ein ähnliches Studium im Ausland oder orientieren sich ganz neu.

Bisher gilt: Studierende, die ihr Auslandsjahr (4./5. Semester) erfolgreich absolvieren, schließen ihr Studium erfolgreich ab.

Zielkompetenzen


Die Studierenden erwerben betriebswirtschaftliches Wissen sowie Kenntnisse über die wirtschaftlichen, politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Beziehungen zwischen Staaten, internationalen Organisationen, Unternehmen und Personen. Sie erhalten eine intensive Sprachenausbildung mit Englisch als Pflichtsprache sowie einer oder mehreren weiteren Fremdsprachen als Wahlpflichtfach, mit dem Ausbildungsziel mündlicher und schriftlicher Geschäftsfähigkeit. Darüber hinaus werden die wissenschaftlichen Grundlagen und praktischen Implikationen interkultureller Handlungskompetenz vermittelt. In den ersten drei Semestern werden zunächst grundlegende, im 2. Studienabschnitt vertiefte Kenntnisse und Fähigkeiten in den genannten Bereichen vermittelt und in Übungen, Fallstudien und Projektarbeiten erprobt.

Spezialisierung


Das Studium bietet den Studierenden Wahlmöglichkeiten zur spezifischen Vertiefung der einzelnen Bereiche: Im 1. Studienabschnitt wählen sie ihre 2. Sprache und ihre Kulturregion(en). Im 2. Studienabschnitt legen sie den Schwerpunkt auf den Bereich Wirtschaft, Politik oder Kultur – je nach ihrem Berufswunsch. Das Auslandsstudiensemester verbringen sie an einer Hochschule ihrer Wahl, das Praxissemester wird ebenfalls im Ausland absolviert, je nach gewünschter Spezialisierung in einem Unternehmen oder einer Organisation.

Interdisziplinarität


schema-irm-studium

Die interdisziplinäre Ausbildung befähigt die Studierenden, ihre künftigen Aufgaben in ihren beruflichen Tätigkeitsfeldern sachgerecht zu analysieren und zielgerichtet und teamorientiert zu lösen. Sie ermöglicht es ihnen, sich rasch in unterschiedlichste Themen einzuarbeiten und mit Kolleginnen und Kollegen unterschiedlicher Herkunft zu kommunizieren und zu kooperieren – wobei unter Herkunft sowohl das Fachgebiet (z. B. Betr

iebswirtschaft, Technik), wie auch die kulturelle Herkunft verstanden wird. Der hohe Anteil an Schlüsselqualifikationen schafft die Grundlage für ausgeprägtes Kommunikations- und Urteilsvermögen und trainiert die Fähigkeit zu lebenslangem Lernen.

Die interdisziplinäre Ausbildung bietet darüber hinaus einen hohen persönlichen Gewinn leitet einen hohen Beitrag zur Bildung und Persönlichkeitsentwicklung für die Studierenden: die studienimmanente Reflexion über grundlegende menschliche Handlungssphären (Gesellschaft, Politik, Recht, Wirtschaft) unterstützt die differenzierte Meinungs- und Urteilsbildung und befähigt zu demokratischer Teilhabe. Die interkulturelle Ausbildung, die Sprachenausbildung, das (verpflichtende) Auslandsstudiensemester und der hohe Anteil an Schlüsselqualifikationen stellen nicht nur die unabdingbare Basis für die angestrebten Berufsfelder dar, sondern bilden auch wertvolle Stufen auf dem Weg der persönlichen Entwicklung.

Akkreditierung


Der Studiengang wurde am 25.11.2010 im Auftrag des Akkreditierungsrates durch die Akkreditierungsagentur für Studiengänge im Bereich Wirtschaft, Foundation for International Business Administration Accreditation (FIBAA), erstmalig akkreditiert. Im Sommersemester 2016 wurde die erneute Akkreditierung gewährt.


(mit Auszügen aus dem Akkreditierungsantrag von April 2016)

 Stand: April 2016