Lemonaid & ChariTea e. V.: Das Soziale Trinkwerk mit Agnes Leder

IRM network Summer 2015 – Agnes Leder über ein wirtschaftliches Unternehmen, das einen Mehrwert für alle Beteiligten bieten soll

Was 2008 in St Pauli mit selbstgemachter Limonade und dem Wunsch, einen positiven Wandel in die Gesellschaft zu tragen, begann, ist inzwischen ein international etabliertes Unternehmen. Das Ziel von LemonAid Beverages GmbH ist es, einen Kreislauf von Produktion und Konsum zu schaffen, der einen Mehrwert für alle Menschen bietet.

Jede Flasche von Lemonaid und ChariTea beinhaltet nur biologische und faire Zutaten, die von weltweiten Kleinbauern-Kooperationen aus nachhaltiger Landwirtschaft stammen. 5 Cent pro verkaufter Flasche fließen an den Lemonaid & ChariTea e.V., der soziale ökonomische Projekte in den Anbaugebieten unterstützt.

So wird beispielsweise in Sri Lanka, woher Schwarztee importiert wird, das Diyanilla Technical Institute unterstützt, um der Jugend Alternativen zum Tee-Anbau zu schaffen. In Südafrika, einem Anbaugebiet von Rooibostee, wird in einer Gegend ohne Zugang zu Elektrizität ein leicht bedienbares Solarsystem installiert.

Während Agnes Leder bisher die einzige feste Mitarbeiterin des Lemonaid & ChariTea Vereins ist, wächst die GmbH stetig. Um die Transparenz aufrecht zu erhalten, werden Mitarbeiter unterstützt, die sich die Projekte vor Ort anschauen wollen. Einzelne Kooperationen in den Anbaugebieten sind bei genauerem Hinsehen nicht so nachhaltig und fair wie sie schienen, weswegen in den letzten Jahren auch Kooperationspartner gewechselt werden mussten.

Auch wenn bisher alle Getränke noch in Deutschland abgefüllt werden, wird der Vertrieb zunehmend internationaler. Nicht nur in Frankreich, Belgien, den Niederlanden, der Schweiz und England werden Lemonaid und ChariTea verkauft, auch Dubai und Südkorea sollen zukünftig zum Absatzmarkt gehören. Dies stellt das junge Team immer wieder vor neue Herausforderungen, sich beispielsweise mit Vermarktung und vor allem den rechtlichen Rahmenbedingungen in verschiedenen Kulturen auseinandersetzen zu müssen.

Letztendlich geht es bei LemonAid Beverages GmbH nicht ausschließlich um die Getränke – in alle gesellschaftliche Trends lassen sich in Verbindung mit anderen Start-Ups nachhaltige Aspekte integrieren. So werden Blackboards aus Holz nachhaltiger Forstwirtschaft von Menschen mit Behinderung hergestellt, Pfandkisten aufgestellt, um Pfandsammelnden das Suchen in Mülleimern zu ersparen und Upcycling und urban Gardening gefördert.

Für ganz Neugierige hier noch der Artikel zum Nachlesen auf der Website von Lemonaid & ChariTea e. V.!


Artikel zum Vortrag im Rahmen des IRM network Summer Symposiums 2015 “Lemonaid & ChariTea e.V. – Das Soziale Trinkwerk” mit Agnes Leder vom 20.06.2015

Autorin: Margarethe Schneider

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